Überkomme deine Angst!


Angst scheint der ständige Begleiter zu sein.

Dies ist der Grund, weshalb ein optimales Kampfkunsttraining erst das Überwinden der Angst schult und erst dann auf die technische Lehre eingeht. Denn, wer von seiner Angst blockiert wird, ist nicht aufnahmefähig und wird keine Fortschritte erzielen können.

Das Training zur Überwindung von Angst wird im Optimalfall in drei Stufen eingeteilt, sodass eine effiziente Arbeit möglich wird. Das erste Ziel ist das Erkennen der Angst und der Umgang mit der Angst. Erst die erfolgreiche Überwindung der Angst lässt die weiteren Schritte zu. Dies bedeutet nicht, dass weiterhin keine Angst mehr aufkommt, jedoch wird sie uns nicht mehr dominieren.

In meinen Fightcoachings habe ich Leute gesehen, welche seit vielen Jahren Kampfkunst oder Kampfsport praktizieren, jedoch ab einem gewissen Grad von Druck einbrachen und sogleich nicht mehr agieren konnten. Die Angst kam auf und blockierte das weitere Üben.

So teile ich den drei Stufen die folgenden Ziele zu:

Step # 1 - Überkomme deine Angst

Motorisch defensive Arbeit - die physische- und psychische Standhaftigkeit unter Druck

Druck kann auf unterschiedlichste Weise geschehen. Der physische Druck erzeugt über den Schmerz seine Wirkung. Man nutzt das Prinzip, dass sich der Körper von Natur aus von dem Schmerz abwendet. So kann der Übende lernen, sich dem Schmerz zu stellen und ihn zu händeln. Der Übende erkennt, dass Schmerz zwar vorhanden ist aber nicht zwangsläufig blockieren muss.

Der psychische Druck wirkt weit subtiler. Die Wirkung zeigt sich alleine durch einen gewissen Präsenzdruck und nicht durch die Vermittlung von Schmerz. Es spielen die Energien der Kontrahenten eine tragende Rolle. Oder anders gesagt, das Selbstbewusstsein einer Person oder die mentale Fähigkeit den Druck zu erzeugen und andererseits dem Druck standzuhalten.

step # 2 - Mit Druck umgehen

Bewusste defensive Arbeit - die Kontrolle von Körper und Geist unter Druck

Nehmen wir an, ich stehe komplett unter Druck. Ein Gegner traktiert mich mit multiplen Schlagkombinationen, welche meine Orientierung schwächen und langsam an meiner Leistungsfähigkeit zerren. Ich werde schwächer und merke, dass die Treffer immer mehr Wirkung zeigen. Jeder Kämpfer kennt das Gefühl der körperlichen- und mentalen Lähmung. Plötzlich ist er da... der KO-Treffer.

Um diesen Druck zu bewältigen braucht es das Zusammenspiel mehrerer Komponenten; wir benötigen die technischen Fertigkeiten, sprich wie absorbieren wir die Treffer. wir benötigen die Erfahrung, wieviel wir einzustecken vermögen. Wir brauchen den Kämpfergeist, nicht so schnell klein bei zu geben.... und wir brauchen die mentale Stabilität, dem Druck gewachsen zu sein um wieder in die Aktion kommen zu können.

step # 3 - Unter Druck agieren

Bewusste defensive/offensive Arbeit - die Kontrolle und Aktion unter Druck

Irgendwann wird jeder einbrechen, kommt er nicht in die Aktion. Was bedeutet, dass wir dem Druck lange entgegenhalten können, sich der Gegner aber definitiv an die Umstände anpassen wird. Das heisst, der Gegner wird seine Strategie ändern und uns demnach anderweitig zusetzen.

Sobald wir unsere Angst vor Schlägen, dem Schmerz oder der psychischen Belastung überwunden haben und uns selbst bewusst sind, können wir unsere Strategie auch unter Druck zurechtlegen und in die Aktion gehen. Wir lernen aus ''der Ringecke'' heraus zu kontern.

Denn, nur wer wagt der gewinnt! Wir müssen aktiv werden, wollen wir den Kampf für uns entscheiden...

Der Umgang mit Druck lässt sich lernen. Schmerz und Angst sind nicht so wild, dass wir uns davon blockieren lassen müssen. Wir werden handlungsfähig durch die Überwindung von Angst.

Gerne möchte ich mich mit Ihnen darüber unterhalten. Fragen Sie nach möglichen Terminen - 079 723 70 23

Dominik Riederer

Personalcoach

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