Mein Rebellen-Schrei... Mut zur Freiheit!


Der Rebell und sein Mut zur Freiheit. David Bowie aber auch Osho besingen und beschreiben das Wesen des Rebellen in ihren Reden und Songs. Rebel yell!

Der Rebell verkörpert ein rebellisches Verhalten gegenüber festgefahrenen Mustern und Doktrine. Gesellschaftliche Normen und Riten werden hinterfragt. Der Rebell schafft sich seine eigene Wahrheit und lebt danach. Ganz nach seiner wahren Natur, denn jeder Mensch ist als Individuum geboren und soll diese angeborene Individualität auch wieder leben dürfen.

Der Rebell ist selbstbestimmt und lebt seine Individualität, egal wie sein Umfeld darauf reagiert. Er bleibt sich treu!

Osho's Antwort auf die Frage, was er unter einem Rebellen verstehe, überzeugte mich auf anhieb und inspirierte mich auf meinem bisherigen Lebensweg.

''Meine Vorstellung von Rebellion und von einem Rebellen ist sehr einfach: Der Rebell ist ein Mensch, der nicht wie ein Roboter lebt, der nicht von seiner Vergangenheit konditioniert ist. Religion, Gesellschaft, Kultur… alles was von gestern ist mischt sich in keiner Weise in sein Leben ein, in seine Lebensweise, in seinen Lebensstil. Er lebt individuell – nicht wie eine Speiche im Rad, sondern als eine organische Einheit. Sein Leben wird nicht von jemand anderem bestimmt, sondern von seiner eigenen Intelligenz.

Der ureigenste Duft seines Lebens ist der der Freiheit.

Nicht nur, dass er in Freiheit lebt, er erlaubt auch jedem anderen in Freiheit zu leben. Er erlaubt niemandem, sich in sein Leben einzumischen, noch mischt er sich in ein anderes Leben ein. Für ihn ist das Leben so heilig – und die Freiheit ist das höchste Gut – dass er alles für sie opfern kann: Ehrbarkeit, Status, sogar das Leben selbst.'' Osho

Als ich vor einigen Jahren seine Worte lass, verstand ich diese als Aufforderung für meinen persönlichen Bewusstseins-Trip.

Mein persönlicher Rebellenschrei erfolgte bald.... Ich fühlte mich dazu berufen, mich selbst auszuprobieren. Mein Verhalten zu ergründen und meine rebellische Seite zu entdecken. Nur wusste ich noch nicht, wie ich es anstellen sollte.

Wie durch Zufall wurde ich von einem Jugendfreund auf das Karate aufmerksam und erhielt damit die Chance, eine optimale Plattform der Selbsterkenntnis kennenzulernen. Ich war hin und weg von der Art des Trainings. Auch die Einstiegsfrage und darauf folgende Frage von Antonio, meinem damaligen Lehrer; ''Hast du irgendwelche Gebrechen?''.... (ich) ähm Nein... (er) hehe, dann darfst du leiden!''... vermochte mich nicht vom Training abzuhalten.

Als Jugendlicher war ich darauf aus, dass mich jeder mochte. Ich meine auch, dass dies zum Grossteil damals der Fall war.

Ich nahm nie eine eigene Meinung ein und bezog nur dann Stellung, wenn sie den Ansichten meines Umfeldes entsprach.

Mit der Regelmässgkeit des Trainings veränderte sich auch mein Wesen. Ich wurde impulsiver und provokanter.

Mein Vater meinte, er hätte nie gedacht, dass ich als ein solch ''ruhiger Spross'' je eine Kampfkunst betreiben würde. Geschweige denn eine, bei welcher unter vollem Kontakt gekämpft wird.

Mit der Zeit erkannte ich mich selbst immer besser. Mir wurden meine Schattenseiten unverblümt aufgezeigt. Aber auch meine Vorzüge wurden mir bewusst, sodass ich irgendwann begonnen habe, mich in meinem Umfeld zu behaupten.

So kam es, dass ich stets eine andere Meinung und meine eigene, teilweise auch extra provokante Haltung in der Gesellschaft einnahm. Die Ergebnisse waren interessant. Ich bemerkte, dass meine Meinungen aufgenommen wurden. Oftmals komplett ohne Widerspruch. Ich sah wie toll es sein kann, den Lead zu übernehmen und andere zu motivieren. Ich selbst bezog viel Energie daraus.

Zurückblickend kann ich sagen, dass der Wandel vom damaligen Schosshündchen zum zwischenzeitlichen Provokateur nötig war, mich selbst besser kennenzulernen und heute selbst bestimmter zu leben.

Heute zeigt sich mein Wesen von seiner rebellischen Seite. Ich bin in einem zunehmend ausgeglichenen Zustand und agiere Tag für Tag selbst bestimmter. Ich bin heute ein Rebell im Sinne der Definition von Osho.

Ich liebe meine zunehmende Freiheit! Ich liebe meine Familie, meine Freunde, mein Leben. Ich liebe die Lebendigkeit, welche noch vorhandene Zweifel und Ängste bei weitem überwiegt. Ich bin auf dem Weg der Selbsterkenntnis, hin zur wahren Natur meiner Selbst und geniesse vertrauensvoll die Lebendigkeit.

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