Von Leistungsgrenzen und Stressmanagement.


resilienz - die hohe Widerstandskraft ist ein Bedürfnis vieler Menschen. Sie ist in aller Munde und kann glücklicherweise trainert werden.

Der neue Ratgeber der Helsana Gesundheitskasse widmet sich dem Thema Stress und dem Aufbau von Resilienz. Mit Hintergrundwissen uns Experteninterviews zeigt uns die Helsana, wie stark unsere Gesellschaft mitttlerweile von anhaltendem Stress befallen ist und die Widerstandskraft fordert. Auch die diversen Auswirkungen werden beleuchtet und es werden Tipps zur Stressreduktion an die Hand gegeben.

Dem Stress sind wir täglich ausgesetzt. Einmal mehr, einmal weniger aber in der Regel konstant. Die Frage ist also, wie gehen wir damit um?

Wie schaffe ich es, mich zu regulieren? Wovon hängt meine Regulationsfähigkeit ab und welche Faktoren sind beeinflussend?

Ein optimales Resilienztraining ist zwingend ganzheitlich zu intruieren. Es sollte ein ausgiebiges körperliches Training, aber auch ein intensives Mentaltraining beinhalten. Beide Bereiche stehen in enger Verbindung mit unserer Psyche, also unserer Seele. Die Prägungen der Vergangenheit sind tief in unserem Körper gespeichert. Sie können uns lähmen und blockieren. Je nach Druckintensität meiner Trainings, zeigen sich bei meinen Klienten deren Prägungen als komplette körperliche Blockaden. Sie sind dann zu nichts mehr im Stande. Können sich kaum mehr bewegen und atmen.

Diese Belastungsgrenzen sind zu finden und zum besseren zu verschieben.

Die Auswirkungen von anhaltendem Stress fordern nicht nur unsere mentale Belastbarkeit, sondern sie wirken deutlich auf unseren Körper und unsere Psyche. Die Auswirkungen zeigen sich aber i.d.Regel erst bei erhöhter Belastung. Bei erhöhten Stressniveau.

So erstaunt es mich, dass es heute Ausbildungen uns Schulungen im Resilienzbereich gibt, die ausschliesslich nur Teilbereiche abzudecken scheinen. Wie können Menschen in deren Selbstwirksamkeit und Stressmanagement trainiert werden, wenn sie nie an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden?

Es bringt meiner Meinung nichts, einzig in der Bequemlichkeitszone (Komfortzone) zu trainieren. Dort gibt es keinen Stress und wo kein Stress entsteht, kann auch kein Stress reguliert werden.

Das Erlernen der Fähigkeit zur Selbstregulation bleibt aus.

Die Widerstandskraft beruht auf vielen Faktoren. Sie soll körperlich, als auch mental trainiert werden. So traieren wir gleichzeitig auch auf seelischer Ebene.

Ein effizientes Resilienztraining umfasst das intensive Erleben von Situationen. Die Trainingsmethoden sind so zu wählen, dass sowohl bequeme als auch unbequeme Wahrnehmungen gespiegelt werden. Zuckerbrot und Peitsche sozusagen. Denn, die erfolgreiche Selbstregulation beabsichtigt das Zurückkehren in die Balance. Die Balance erreichen wir nur, wenn wir von beiden Seiten (der positiven- wie auch der negativen Seite) Kenntnis haben.

Die Resilienz liegt also irgendwo in der Mitte von Wohlbefinden und Unbehagen. Das Leben ist ein Balance-Akt.

Du wirst also resilienter mit den Fähigkeiten zur Selbstwahrnehmung, zur Selbstreflektion, zur Selbsteinschätzung und zur Selbstbehauptung. Während des ganzen Lebens benötigst du die Fähigkeit zur Selbstregulation. Beherrscht du sie, bist du resistent gegenüber stressigen Einflüssen und erfreust dich einer hohen Widerstandskraft.

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