Die Selbstbehauptung bleibt ohne Training ein Glücksfall; Grundkurs 3. Juni 2017


Eigenschutz - Ein Thema das polarisiert. Denn, jeder möchte sich sicher fühlen. Und doch... Die Ängste sind allgegenwärtig und verhindern nicht selten ein präventives Training.

Schön war es draussen. Spannend und informativ war es drinnen. Beim Eigenschutz-Grundkurs im Rebel Yell Studio in St. Gallen. Wo sich trotz dem herrlichen Wetter am Pfingstwochenende ein paar Wissbegierige zu Theorie und Praxis rund um das Thema Eigenschutz einfanden.

Anfänglich einer Einleitung mit Video und Übergriff-Szenarios wurden die Teilnehmenden in Stimmung gebracht. Persönliche Erfahrungen sind wichtig um überhaupt eine Vorstellung zu schaffen, auf welcher man aufbauen kann. So steht die Selbstwahrnehmung im Grundkurs an erster Stelle, wenn es darum geht, sich präventiv mit dieser komplexen Thematik auseinanderzusetzen.

Wie sehen alltägliche Übergirffe aus und wie fühle ich mich dabei? Wann beginnt die Selbstverteidigung und wie kann ich mich effizient behaupten?

Die Menschen beschäftigen sich in der Regel erst mit unangenehmen Themen, wenn sie unerwartet damit konfrontiert wurden. Ich möchte dies ändern. Denn je besser wir uns selbst kennen, desto höher ist unsere Lebensqualität. Beim Sicherheitsbedürfnis ist dies nicht anders. So werden im Grundkurs die Zusammenhänge von allgemeingültigen Gesetzmässigkeiten und den individuellen Prägungen des Menschen berücksichtigt.

Die Selbstwahrnehmung ist die Wurzel der Lebensqualität.

Unsere Stärken, aber auch unsere Schwachstellen zu kennen bedeutet, dass wir uns selbst einzuschätzen wissen. Wir wissen, wo unsere Leistungsgrenzen liegen und können so unser taktisches Verhalten und unsere technischen Fertigkeiten darauf ausrichten und effizienter schulen. Das Abrufen der Fähigkeiten unter Druck wird dadurch erheblich erleichtert und im Ernstfall intuitiv erfolgen. Die Körpererinnerung kann geschult werden. Wenn nicht, werden wir unbewusst reagieren. Unbewusst bedeutet, dass wir nach den natürlichen Gesetzmässigkeiten wie Fight or Flight oder Schockstarre handeln werden.

Die effiziente Selbstbehauptung bleibt ohne Training ein Glücksfall.

Die Trainingslehre befasst sich mit den individuellen Gegebenheiten. Die Prägungen und Glaubensätze sind ausschlaggebend für deinen Erfolg. Die Fähigkeiten diese anzunehmen und daraus ein passendes Trainingspaket zu schnüren ist die Grundvoraussetzung für deine Selbstbehauptungsfähigkeit.

Dein Selbstbewusstsein entscheidet über deine Fähigkeit zur Selbstbehauptung.

Sich selbst bewusst sein umfasst die Fähigkeiten der Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung. Du wirst dich nicht überfordern, aber dich auch nicht unter deinem Wert hingeben. Du wirst dich selbst zu regulieren wissen. Das kannst du aber nur, wenn du auch deine Grenzen kennst. Zur Selbstregulation helfen dir die Techniken des Mentaltrainings, welches im Optimalfall auf drei Stufen erfolgen sollte.

Die Schulung der vorgenannten Fähigkeiten führt zur mentalen Leistungsfähigkeit und sie ist es, die alles taktische- und technische Handeln überhaupt erst ermöglicht.

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