Kommuniziere immer auf Augenhöhe!


Konflikte sind uncool - mehr noch, sie sind energieraubend und belastend. Ich stelle fest, dass die Kommunikation unter Menschen oft fehlschlägt.

Fehlschlagen im Sinne von, mein Gegenüber nicht verstehen. Fehlschlagen, weil nur die eigene Wahrheit zugelassen wird. Fehlschlagen, weil die Gesprächspartner auf Konfrontationskurs gehen. Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. In der Kommunikation und insbesondere in der Deeskalation ist dies verständlicherweise nicht zielführend und gar gefährlich.

Menschen wollen verstanden werden. Aber zuerst wollen sie gehört werden. Denn wenn ein Mensch zu erzählen beginnt, erfahren wir viele wichtige Details über die Beweg- und Handlungsgründe und können in Lösungen kommunizieren.

Nehmen wir als Beispiel den Bereich Eigenschutz. Beim Thema Eigenschutz geht es in erster Linie um die Deeskalation, was bedeutet, dass die Kommunikation einen sehr hohen Stellenwert innehat. Auch Führungskräfte tun sich gut daran, zu erkennen, warum die Mitarbeitenden wie agieren. Worauf deren Handlungs-Motivation gründet und über welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie verfügen.

Der Kommunikationsschlüssel ist also die Wahrnehmung des Gesprächspartners und die Fähigkeit, sich in diesen Menschen hineinzuversetzen. Was oft schwerfallen mag, aber doch unermesslich wertvoll für das eigene Wohlbefinden ist.

Stell dir vor, du wirst erst verbal angefriffen. Was geht in dir vor? Wie reagierst du auf die Provokation? Verschliesst du dich, oder fallen dir tausende Gegenargumente ein?

Was ich dir sagen kann ist, dass deine alten Muster, deine Prägungen der Vergangenheit, unter Stress hervortreten und dein Handeln bestimmen. Du kannst für dich selbst antworten, wie du in der Vergangenheit gelebt hast. Was hat sich angestaut und was lässt dich zum Biest werden? Welche Schlagworte lassen dich zum Angriff übergehen? Fight or Flight findet sich auch in der Kommunikation. Ich kämpfe oder ziehe mich zurück...

Was aber, wenn ich es verstehen würde, anzuerkennen, dass mein Gegenüber genau den gleichen Stress in sich spürt, sich selbst erst motivieren muss, um irgendwann mutig den Angriff bestreiten zu können?

Stress findet sich sowohl beim Angreifer und beim Opfer.

Ein Angriff erfolgt dann, wenn sich der Mensch in die Enge getrieben fühlt. Wenn er oder sie sich verloren hat und diesem Druck Luft verschaffen will. Die Dämonen der Vergangenheit kommen ans Licht. Der Täter ist im Grunde auch nur ein Opfer.

Selbstverständlich sehen wir es auch oft, dass sich der betroffene Mensch zurückzieht, meist jedoch oft mit dem Ergebnis, dass die Dämonen sich erst Jahre später blicken lassen und in Extremnis ausbricht. In einem unkontrollierten Moment, in dem die Stresssituation übermässig hoch ist und er oder sie diesen Stress nicht mehr unterdrücken kann - Dann wird auch dieser Mensch zum Biest. Oder eben - zum Täter.

Im Falle des Eigenschutzes ist dieser Fall sehr gefährlich. Denn die unkontrollierte Situation bringt sich selbst und der betroffenen Person Schaden. Sowohl physischen als auch psychischen Schaden.

Wenn wir es aber verstehen, uns auf Augenhöhe zu begeben und uns in die Person gegenüber hineinzuversetzen, dann haben wir auch die Macht, das Gespräch oder den Konflikt zum Positiven zu beeinflussen - Wir werden siegen, ohne gekämpft zu haben.

Nun, meine Zeilen zählen auch, wenn du mit dir selbst kommunizierst. Achte auf die Worte mit welchen du zu dir sprichst. Nutze positive Formulierungen, löse vermeintlich negative Wortbedeutungen auf und formuliere sie neu - nämlich so, wie du es gerne hättest und sie dir guttun. Denn diese Macht hast du. Du entscheidest, ob und wie du zu dir sprichst und welchen Worten du welche Bedeutung beimisst. Als Beispiel das Wort Kritik.

Oft ist Kritik mit Tadel behaftet. Jemand spricht Kritik gegenüber dir oder deinem Benehmen aus. Auch die angebliche, konstruktive Kritik bleibt negativ behaftet, denn eine Person tadelt eine andere Person - Nur einfach mit netteren Worten. Der Sachverhalt bleibt gleich. Was aber, wenn du das Wort Kritik umformulierst und dadurch den Stress der Kritik minimierst?

Ist es nicht möglich, dass Kritik nichts anderes ist als die Wahrnehmung einer anderen Person von einer Situation, welche dich betrifft? Wer sagt dir, dass diese Wahrnehmung auch die deine sein muss?

Niemand, denn du hast die Wahl. Vielleicht aber wirst du die Wahrnehmung des Gegenübers als für dich stimmig erachten und dadurch mit dir ins Reine kommen. Oder aber, du kannst darüber stehen, diese Fremdwahrnehmung annehmen und trotzdem eine andere Selbstwahrnehmung haben - Diese auch stehen lassen und so ins Reine kommen mit dir.

Das ist wahres Selbstbewusstsein. Nimm an, was an dich heran getragen wird. Und zwar ohne den Gegenangriff zu starten. Denke nach und reflektiere und komme zu deinem eigenen Schluss.

Auch die Kommunikation muss trainerst werden. Wir beeinflussen uns täglich durch unsere Gedanken und die Worte, die wir an uns richten. Warum machen wir uns nicht öfters Gedanken darüber, wie wir selbst mit uns sprechen? Oder darüber, was uns die andere Person sagen möchte? Warum reagierst du wie in welcher Situation? Finde es heraus...

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