Das bist nicht du! Authentisch leben.


Ist etwas schön, wirst du es vermissen. Ist etwas unangenehm, wirst du es verdrängen. Hafte nicht an. Nicht an Ereignissen, nicht an Personen, nicht an Dingen, Zielen und Plänen. Lebe den Moment.

So sprach ich die vergangenen vier Monate zu mir selbst.

Ich identifiziere mich stark über das Erleben und die Emotionen darin. Ich liebe das Gefühl, lebendig zu sein. Insbesondere seit rund vier Monaten bin ich komplett im Jetzt und lebe kindlich und gebe mich dem Leben hin. Ich versuche auch nicht anzuhaften. Denn darin liegt bekanntlich der Schmerz.

Diesen kindlichen Aspekt kannte ich von mir noch gar nicht. Stets war ich ziel- und leistungsorientiert. Machte Pläne, entwickelte Strategien und schöpfte aus dem Vollen. Ich identifizierte mich mit meinem Tun. Ich war immer ein Macher - oft aber ohne Rücksicht auf Verluste. Oft lebte ich dadurch aber nur in der Zukunft.

Seit meiner kürzlichen Krise wuchs die Haltung heran, dass ich nur noch planlos und kindlich unterwegs sein will. Doch gestern bekam ich dann einen liebevollen Seitenhieb von der Person, die mich wohl am besten kennt. Der Spiegel wurde mir wieder vorgehalten, mit der Aussage:

''Das bist nicht du!''

Ich war grad im angetrunkenen Zustand und machte Party in Barcelona. Ich vertrat im Whatsapp-Chat die Meinung, dass ich keine Pläne mehr mache. Denn diese werden sowieso zerschmettert.

Schräg, diese Aussage von mir zu hören. Denn bisher gingen viele meiner Pläne auf und ich erzielte meine Erfolge. Doch in der Krise war ich zum ersten Mal so richtig mit dem Scheitern konfrontiert.

Heute in der Katerstimmung ging mir ein Licht auf. Ich erkannte den Beweggrund meiner Aussage. Ich war einer Prägung auf den Leim gegangen, von welcher ich dachte, ich hätte sie längst abgelegt. Ich war im Suff plötzlich wieder in der Haltung: "Euch werde ich es zeigen!"

Urplötzlich ist das Ding wieder da. Toll aber, dass ich mir erlaube zu reflektieren. Und toll ist, dass ich perfekte "Arschengel" (Begriff von Robert Betz) die mich triggern, in meinem Leben habe.

So fiel mir ebenfalls auf, dass ich mich mit dem Gedanken rumschlug, gar die Firma neu zu definieren. Umzubauen und den Auftritt zu verändern. Doch nein, das will ich nicht, denn ich bin der, wie es jetzt ist. Rebel Yell und das provokante Foto, das bin ich! Und das Coaching stimmt nach wie vor, ist gar besser geworden.

Völlig dämlich. Ich wollte etwas über den Haufen schmeissen, was mir wichtig ist und mich auszeichnet. Was meinem Herzen entspringt. Etwas, das mein Wesen wiederspiegelt. Klar, die Krise bewirkt viel Neues. Und zwar, dass ich mir bewusster wurde und mein Angebot noch besser für andere Menschen dienlich sein wird. Ich und mein Angebot durften reifen.

Lass dich vollends ein in dein Tun und erschaffe dir neue Erlebnisse. Geniesse die schönen aber auch die herausfordernden Emotionen und Gefühle. Gehe voll auf im Jetzt, doch mach auch deine Pläne, wenn es dir entspricht. In den Erlebnissen findest du die Antworten auf deine Fragen. Du erkennst dich selbst. Lernst aber auch Vieles abzulegen. Wichtig ist, dass du erkennst, was zu dir gehört. Dann kannst du Pläne schmieden, wie du all die Facetten in dein Leben integrieren kannst. Dann handle nach diesem Plan, lass aber dann wieder los. Damit meine ich, folge dem Plan, doch sei flexibel und losgelöst davon. Dann lebst du dem Moment achtsam, auch wenn du dich an Zielen orientierst.

Ich für meinen Teil schmiede wieder Angriffspläne. Doch gehe ich achtsam durch den Tag und die Nacht. Ich habe den Plan nicht darum, um mir oder sonst wem etwas zu beweisen, sondern nur um mich zu orientieren. So verbinde ich den Genuss des jetzigen Momentes und die Aspekte des Machers. Beides ist in mir, beides will gelebt werden. Doch nicht in der Zukunft, sondern im Jetzt.

Liebe das Leben. Lebe das Lieben. Und sei dabei achtsam und spontan. Finde deine individuelle Natur.

Willst du mehr wissen? Frag mich 079 723 70 23

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